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Holz ist Natur

Quellen-Schwinden (Arbeiten des Holzes)

Holz passt sich der Umgebungsfeuchtigkeit an und kann daher bis zu 10% je nach Holzart quellen und schwinden. Das heißt, Holz nimmt je nach Umgebungsklima Feuchtigkeit auf oder gibt Feuchtigkeit ab. Das dadurch resultierende Quellen und Schwinden geschieht hauptsächlich in der Stärke und Breite. In der Länge ist das Quellen und Schwinden eher unbedeutend, sollte aber hauptsächlich bei Terrassenbelägen durch eine ausreichende Fuge auch an den Stirnenden berücksichtigt werden. Diese Eigenschaft nennt man hygroskopisch. In Innenräumen trägt sie zu einem angenehmen Raumklima bei. Anders als in Innenräumen, in denen die Luftfeuchtigkeit nur in sehr begrenztem Maße differiert, ist im Außen-bereich jahreszeitlich bedingt die gesamte Differenz zwischen Quellen (Feuchteaufnahme) und Schwinden (Feuchteabgabe) zu erwarten. Bitte haben Sie an das Verhalten des Holzes in Bezug auf Dimensionsstabilität, Verwerfung, Rissbildung und Vergrauung nicht die Erwartungen, die in Innenräumen verbautes Holz erfüllt.

Trocknungsrisse und Verwerfungen

In industriellen Trockenkammern wird das Holz in einem langen Prozess sehrschonend getrocknet. Dies geschieht hauptsächlich, um Rissbildungen und Verzugzu vermeiden. Hierbei wird u. U. auch Feuchtigkeit zugeführt (Sprühnebel).Durch starke Ventilatoren und genügend Stapelhölzern zwischen den einzelnenHölzern wird versucht, an jeder Stelle des Holzes die gleiche klimatischeBedingung zu haben. Je nach Holzart dauert so ein Trocknungsprozess zwischen 7Tagen und mehreren Wochen. In verbautem Zustand kann dies im Sommer nach einemGewitter sowie Starkregen und anschließenden Tagen mit über 40° schlagartigvonstatten gehen. Da diese Belastung oft nur einseitig mitOberflächentemperaturen von über 60° entsteht, während hauptsächlich beiwaagerechtem Verbau die Unterseite noch lange Feuchtigkeit speichert, sindRissbildungen und Verwerfungen (Schüsselung) unvermeidbar.

Schimmel

Bei der Kesseldruckimprägnierung wird das Mittel als wässrige Lösung tief ins Holz eingebracht. Durch die hohe Feuchtigkeit können speziell in warmen Jahreszeiten Stockflecken und Schimmel entstehen. Diese sind oberflächlich und können leicht abgewaschen werden. Sie stellen keine Beeinträchtigung der Haltbarkeit dar.

Ausblühungen

Die heute verwendeten chromfreien Holzschutzmittel lösen das Harz im Holz. Dies kann sich an der Oberfläche durch grüne Punkte oder kristallisierte weiße Ablagerungen zeigen. Ein Effekt der durch die schnell einsetzende Verwitterung und Vergrauung nach einiger Zeit optisch nicht mehr wahrgenommen wird. Kristallisiertes Harz kann auch mit einer Bürste entfernt werden. Dies ist kein Reklamationsgrund.

Stirnrisse

Holz trocknet über die Längsenden deutlich schneller als über Schmal- und Breitseiten. Von daher sind Risse, die auch auf der Oberfläche sicht-bar sind, unvermeidbar. Bei Harthölzern ist das besonders ausgeprägt. Frische Schnittstellen sollten bei Harthölzern versiegelt werden.

Risse bei Vollholz mit Kern

Produkte aus Vollholz mit Kern wie z.B. Palisaden unterliegen starken Spannungen beim Trocknen. Da der Tangentialschwund i.d.R. doppelt so groß ist wie der Radialschwund und zusätzlich der Umfang (Tangente) einer Palisade ca. 3 x höher als der Durchmesser, führt dies beim Trocknen zwangsläufig zu Rissen. Dies sind keine Beeinträchtigung der Tragkraft und kein Reklamationsgrund. Die Risse sind vor der Imprägnierung erwünscht, damit sie mit Imprägnierflüssigkeit geschützt werden können und keine Eintrittspforte für Schädlinge und Pilze sind. Nur so ist ein dauerhafter Holzschutz gewährleistet.

Pinholes

Sogenannte Pinholes sind Wurmlöcher, die als kleine schwarze Punkte wahrgenommen werden. Pinholes entstehen durch ein Frischholzinsekt, das nur in stehenden oder frisch gefällten Bäumen aktiv ist. Ein Befall von abgelagertem Holz ist ausgeschlossen. Pinholes kommen bei einigen Hartholzarten wie z.B. Bangkirai vor und beinträchtigen nicht die Qualität.

Äste

Während tropische Harthölzer weitestgehend astrein sind, haben heimische Nadelhölzer oft ein sehr charakteristisches Astbild. Einseitig fest verwachsene Äste sind kein Mangel. Durch den sich an Ästen oft drehenden Faserverlauf kann es trotz bester Werkzeugwahl beim Hobeln oder Fräsen zu kleinen rauen Stellen oder Fransen kommen. Diese können mit einem Schleifpapier leicht geglättet werden.


Harzgallen

Holzarten wie Kiefer und Lärche sind als besonders harzhaltige Hölzer bekannt. Vereinzelt auftretende Harzgallen (kleine Harzeinschlüsse zwischen den Jahresringen) sind zu tolerieren.

Vergrauen

Der UV-Strahlung ausgesetzt, setzt bei Außenholz ein natürlicher Vergrauungsprozess ein. Dies ist kein Reklamationsgrund. Es kann bei imprägniertem Holz eher angenehm anmuten, bei unimprägnierten Hart- oder Weichhölzern ist hier die Wahrnehmung sehr unterschiedlich. Durch einen wiederholten pigmentierten Anstrich mit einem Pflegeöl lässt sich die Vergrauung verzögern.

Farbunterschiede

Speziell bei einigen Hartholzarten wie z.B. IPE kann es innerhalb einer Lieferung zu erheblichen Farbunterschieden kommen. Durch die natürliche UV-Einstrahlung gleicht sich das jedoch innerhalb kurzer Zeit an. Dies ist kein Reklamationsgrund.

Auswaschungen und Verfärbungen

Durch Einfluss von Wasser werden aus fast allen Holzarten Inhaltsstoffe ausgewaschen. Bei einigen Hartholzarten wie z.B. Eiche, Robinie, Kastanie und Bangkirai kann das am Anfang erheblich sein. Die austretenden Inhaltsstoffe können angrenzende Fassaden oder auch Stein- oder Beton-platten verschmutzen. Bitte achten Sie auf eine sorgfältige Regenwasser-führung speziell bei Balkonen oder Holzfassaden mit darunter liegendem Putz. Regenwasser sollte hier in dafür geeigneten Blechprofilen abgeleitet werden. Hartholzzäune sind ungeeignet, wenn diese direkt auf Beton- oder Steinfliesen montiert werden. Holz reagiert auf Metall und insbesondere auf Metallstäube (Flex) in Verbindung mit Feuchtigkeit. Hierdurch kommt es punktuell zu intensiven schwarzen Verfärbungen. Bitte achten Sie bei Metallarbeiten unbedingt auf eine sorgfältige Abdeckung des Holzes


Verzug bei Holztoren & Sichtschutzwänden

Trotz sorgfältiger Holzauswahl der Torrahmen ist ein gänzlicher Verzug nicht auszuschließen. Dies ist kein Reklamationsgrund. Holztore & Sichtschutzwände im Außenbereich müssen immer wieder nachjustiert werden (verstellbare Aufhängungen). Oft mit dem Auge kaum wahrnehmbar, kann das senk-rechte Fries der Schlossseite nicht mehr parallel zum senkrechten Fries der Anschlagseite sein. Dies kann durch 2 weitere Anschlagbleche (oben und unten) in geschlossenem Zustand ausgeglichen werden. Häufig sind Holztore untergeordnet und werden eher selten benutzt. Bei Toren, die ständig genutzt werden, empfehlen wir wegen dem Verzug einen Stahlrahmen, der dann mit Holz belegt wird.